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Ernährung bei unreiner Haut

Akne durch Schokolade und Zucker?

Wie wirkt Zucker im Körper?

Zucker macht glücklich. Der Konsum von Süßigkeiten, Limonaden, Eiscreme oder Gebäck lassen den Insulinspiegel in kürzester Zeit nach oben schnellen. Wir fühlen uns energiegeladen und unsere Konzentrationsfähigkeit steigt an. Ein Gefühl von Leichtigkeit und Tatendrang mach sich breit.

Aber das Glück ist nur von kurzer Dauer. Die meisten Menschen kennen das Nachmittagstief, das nach der Mittagspause entsteht und uns müde und träge macht.

Das Hormon Insulin sorgt dafür, dass der Zucker wieder aus unserer Blutbahn entfernt wird und in Energie umgewandelt wird. Der übermäßige Zuckerkonsum führt zu einem chronisch erhöhten Insulinspiegel. Dieser kann im Körper eine Reihe von Entzündungen auslösen. Fehlendes Insulin im Gehirn hat außerdem zur Folge, dass wir vergesslich werden.

Zudem fehlt das Hormon bei der Bildung von Serotonin, das auch als Glückshormon bezeichnet wird. Ein Mangel kann dementsprechend zu Verstimmungen, Stimmungsschwankungen und im schlimmsten Fall zu Depressionen führen.

Zucker reizt außerdem die Darmschleimhaut und kann bei übermäßigem Verzehr das Gleichgewicht der Darmflora gefährden. Ein entzündeter Darm funktioniert nicht mehr richtig und zieht eine Reihe Folgeerkrankungen nach sich. Eine der häufigsten Begleiterscheinungen einer aus dem Gleichgewicht gebrachten Darmflora ist unreine Haut.

Die Haut ist sozusagen ein Spiegelbild des Darms.

Um den Zucker abzubauen sind eine Reihe von Mineralstoffen notwendig. Diese werden normalerweise beim Verzehr einer ganzen Zuckerrübe oder eines Zuckerrohrs mit aufgenommen.

Da wir aber in den seltensten Fällen eine Zuckerrübe essen, wenn wir das Verlangen nach Süßigkeiten spüren, sondern Zucker in raffinierter, verarbeiteter Form zu uns nehmen, fehlt es an wichtigen Mineralstoffen. Der Körper nimmt sich diese fehlenden Stoffe, die für den Abbau des Zuckers notwendig sind, aus den eigenen Vorräten.

Dieser Prozess führt langfristig zu einem Mineralstoffmangel im Körper, der ein schwaches Immunsystem, Karies, schlechte Augen oder auch Hyperaktivität hervorrufen kann.

Pickel durch Schokolade?

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege, die beweisen, dass durch den Verzehr von Schokolade Pickel entstehen. Jedoch fördert ein übermäßiger Zuckerkonsum im Körper Entzündungen, die zu unreiner Haut führen können.

Besonders durch das Zusammenwirken von Milch und Zucker, die in Schokolade enthalten sind, kann Akne entstehen. Milch lässt die Konzentration von IGF-1 im Körper ansteigen. Es handelt sich dabei um ein insulinähnliches Hormon, das vor allem während der Pubertät vermehrt ausgeschüttet wird.

Es gibt viele Akne Patienten, die berichten, dass sich ihr Hautbild durch einen Verzicht über einen längeren Zeitraum verbessert hat. Dennoch wird der Zusammenhang von der Wissenschaft bis heute nicht endgültig anerkannt.

Um herauszufinden, ob der Verzicht auf Schokolade sich positiv auf dein Hautbild auswirkt, hilft nur der Selbstversuch, Geduld und Disziplin.

Gefahren von hohem Zuckerkonsum

Dauerhaft zu hoher Zuckerkonsum verändert das Gehirn. In verschiedenen Tests wurde bewiesen, dass Probanden, die sich über eine längere Zeit sehr zuckerhaltig ernährt haben und anschließend Denk- oder Logikaufgaben lösen sollten, deutlich schlechter abschnitten. Zucker wirkt sich negativ auf das Denkvermögen aus.

Zusätzlich lässt Zucker den Insulinspiegel dauerhaft steigen und schädigt somit Herz, Nieren und Leber. Der erhöhte Insulinspiegel löst im Körper Entzündungen aus, welche auch ein häufiger Grund für Hauterkrankungen und Akne sind.

Jeder Deutsche nimmt im Durchschnitt 100 g Zucker pro Tag zu sich. Das ist viel zu viel! Dadurch dass Süßigkeiten immer und überall verfügbar sind, sind auch der Konsum und damit die Zahl der Diabetes-2 Erkrankungen gestiegen. Früher trat diese Erkrankung vor allem im Alter auf, heute werden teilweise schon Vorschulkinder behandelt.

Macht Zucker süchtig?

Zucker löst in unserem Gehirn bestimmte Reaktionen aus. Er aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn und setzt Botenstoffe frei, die für unser Wohlbefinden sorgen. Jeder sucht und braucht dieses Gefühl von Wohlbefinden. Da wird die Erfahrung gemacht haben, dass uns Schokolade dieses geben kann, greifen wir immer wieder zu ihr, wenn wir uns schlecht, gestresst oder müde fühlen.

Forscher haben verschiedene Versuche an Ratten gemacht. Diese reagierten mit regelrechten Entzugserscheinungen, wenn ihnen eine vorher eingeflößte Zuckerlösung plötzliche verwehrt wurde. Außerdem wurden im Gehirn suchtähnliche Veränderungen beobachtet. Dennoch gibt es geteilte Meinungen, da andere Wissenschaftler der Meinung sind, dass sich diese Versuche nur begrenzt auf den Menschen übertragen lassen.

Fakt ist jedoch, dass ein Stück Schokolade, ganz im Gegensatz zu einem Apfel, das Belohnungssystem viel mehr anspricht. Das Gehirn schüttet das Glückshormon Dopamin aus, wenn wir Zucker konsumieren. Diese Vermehrte Ausschüttung ist sonst vor allem beim Konsum von Alkohol oder anderer Drogen zu beobachten.

Außerdem brauchen Personen, die viele Süßigkeiten konsumieren, mit der Zeit immer größere Mengen, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Aber was heißt das? Du musst natürlich nicht voll und ganz auf Schokolade verzichten. Wenn du es schaffst, dann ist das das Beste, was du für deinen Körper tun kannst. Aber den Wenigsten wird das wirklich gelingen. Wichtig ist, dass du dir über deinen Zuckerkonsum bewusst wirst. Ab und zu ein Stück Schokolade oder ein schönes Stück Kuchen ist kein Problem, schwierig wird es erst, wenn der Griff zu Süßigkeiten unbewusst geschieht.

Schau hier genau hin, und schreib dir am besten mal eine Woche lang auf, was du isst; das verschafft dir einen realistischen Überblick. Versuche außerdem die Hände von Limos und gesüßten Getränken zu lassen. In diesen verbergen sich Unmengen Zucker.

Weitere Vorteile einer zuckerfreien Ernährung

  • Erholsamer Schlaf
    Durch den Zuckerkonsum folgt jedem Hoch auch ein Tief. Lässt du den Zucker weg, kommt es nicht mehr zu dem gefürchteten Nachmittagstief und du bist den ganzen Tag leistungsfähig.
    Außerdem wird dir das Einschlafen am Abend leichter fallen, da kein Zucker vom Körper abgebaut werden muss. Ein hoher Blutzuckerspiegel kurbelt immer den Stoffwechsel an und der Körper kommt dadurch nicht zur Ruhe. 
  • Besserer allgemeiner Gesundheitszustand
    Ein dauerhaft hoher Zuckerkonsum führt zu hohem Blutdruck und einer steigenden Herzfrequenz. 
  • Die Kilos schmelzen
    Ein positiver Nebeneffekt der zuckerfreien Ernährung ist, dass du automatisch etwas Gewicht verlieren wirst. Die geschieht nicht rasant und über Nacht aber dafür kontinuierlich.

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Milch und Akne

Fördert der Verzehr von Milch Akne?

Der Zusammenhang zwischen Milchverzehr und Akne wird immer noch viel diskutiert. Inzwischen sind die meisten Wissenschaftler aber davon überzeugt, dass Milchprodukte eine der Ursachen für viele Zivilisationskrankheiten sind. Dazu gehören Diabetes, Übergewicht, Krebs und Hautkrankheiten wie Akne.

Fakt ist außerdem, dass immer mehr Menschen hierzulande von Akne betroffen sind. Dazu kommt, dass die Akne immer früher auftritt und auch länger bestehen bleibt. Viele Menschen, besonders Frauen, sind auch nach dem dreißigsten Lebensjahr noch von Akne betroffen.

Völker, die sich ursprünglich und naturbelassen ernähren, kennen Akne nicht. Wie bei vielen anderen Zivilisationskrankheiten, lässt sich also vermuten, dass auch Akne im Zusammenhang mit der Ernährung steht.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Milch und Akne und anderen Zivilisationskrankheiten?

Der Verzehr von Milch und Milchprodukte führen dazu, dass der Insulinspiegel ansteigt. Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel führt unter Umständen zu Akne oder anderen Krankheiten. Zusätzlich steigt bei der Aufnahme von Milch der Spiegel von insulinähnlichen Wachstumsstoffen. Diese sind für das Ausdifferenzieren der Zellen und für Wachstum im Allgemeinen zuständig.

Ein Säugling soll möglichst schnell wachsen und dementsprechend ist Milch auf das Wachstum von Kälbern ausgerichtet. Ein erwachsener Mensch benötigt keine Babynahrung mehr, die das Wachstum fördert. Diese kann, im Gegenteil, sogar sehr schädlich sein.

Außerdem enthält Milch Hormone und bioaktive Moleküle. In Milchprodukten aus der Massentierhaltung sind zusätzlich häufig Rückstände von Blut und Eiter zu finden, die auf Grund der weit verbreiteten Krankheit Mastitis (eine Entzündungsreaktion des Euters, die durch Bakterien hervorgerufen wird) in die Milch gelangen können.

Alles Stoffe und Substanzen, die nicht gerade förderlich für die Gesundheit und die Wundheilung sind.

Aussicht auf Besserung innerhalb weniger Monate

Bei einem kompletten Verzicht auf Milch und Milchprodukte und bestenfalls zusätzlich auf Zucker, Weizenprodukte und Auszugsmehle, kannst du bereits innerhalb von 9 bis 12 Wochen eine deutliche Verbesserung deiner Akne feststellen.

Vielleicht klingt das erst einmal lange und du bist immer noch auf der Suche nach einem Wundermittel, das sofortige Besserung schafft, aber langfristig wirst du mit einer gesunden, entzündungshemmenden Ernährung viel mehr erreichen als mit jeder Creme und chemischen Salbe.

Außerdem gibt es jede Menge pflanzliche Ersatzprodukte, die den Verzicht auf Milch und Milchprodukte erleichtern. Ganz nebenbei tust du damit auch noch etwas für die Umwelt und gegen das Tierleid in der Massentierhaltung.

Körper entgiften

Lies mehr über die richtigen Lebensmittel bei Akne


Quellen:
https://www.zoetis.de/conditions/rinder/mastitis.aspx //
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/news/keine-milch-bei-akne-trinken-16040951.html // https://www.peta.de/milchundakne